06.09.2010, 14:10 Uhr
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+"Podhalaner allein mit Frauchen in einer fremden Stadt"geschrieben von: Rocky 
* Kurze Infos von Rocky *


Wenn Hund eine Reise tut, hat er was zu schnüffeln. Besonders wenn man als verantwortlicher Begleiter an der Seite von Frauchen die Lage sondieren muss. Da gibt es so viele Gerüche und alle müssen erst eingeordnet werden auf harmlos oder vorsichtig sein.

Ach so, ganz vergessen mich vorzustellen. Ich bin der . . . . .



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„Akbar von Rockys Goldberg“ ein Podhalaner-Rüde. Gerufen werde ich ja immer mit Teddy und Akbar ertönt nur, um der Sache mehr Bedeutung zuzumessen. Nun ja, wenn ich mal unaufmerksam bin und besonders gut hören soll. Das heißt, hören tu ich ja immer alles, nur es in die Tat umzusetzen, das liegt meistens in meiner eigenen Ermessungssache. Heute war es mal wieder so weit, ich wurde mit Akbar angesprochen und sogar ziemlich laut. Natürlich nach meiner Ansicht mal wieder ganz grundlos und das kam so.

Frauchen war mit mir und unseren beiden 9 Monate alten Podhalaner-Mädchen - - Flocke und Osa - - in einer großen fremden Stadt Gassi.
Ganz schön mutig ist unser Frauchen Rita mit drei so großen Hunden alleine auf Tour zu gehen. Mit mir ist das ja kein Problem, ich laufe ja ohne Leine so nebenher. Nur die Osa muss unbedingt noch an die Leine. Sobald sie einen Radfahrer sieht, ist sie auf und davon. Da hilft kein flöten und rufen.
Auch andere Hunde egal welcher Größe müssen erstmal begutachtet werden und Flocke ist dann natürlich auch nicht zu bremsen, wo du bist möchte ich auch sein. Bevor der erste Ton eines Widerspruches über Frauchens Lippen kommt, sind die Beiden schon 100 Meter entfernt.
An der Leine ist Osa ganz brav und harmlos, wenn ein Radfahrer kommt. So ein richtig gut erzogener Hund der kein Wässerchen trüben kann. Jogger sind Osa und Flocke auch schnuppe, da lohnt es sich nicht mitzulaufen, sie sind ihnen zu langsam. Schnell sind sie ja die Beiden, das muss ich neidvoll zugeben. Ihre angelegten weißen Ohren sieht man dann richtig im Wind flattern.
Früher war ich auch schneller, doch so mit zehn Jahren und 55 Kilo Lebensgewicht, geht mir dann die Puste aus.

Unser Spaziergang ging entlang eines Waldes, auf einen Rad und Fußweg. Da plötzlich eine Duftnote, ich blieb wie angewurzelt stehen, was roch denn dort so gut. Also sofort, alle grauen Gehirnzellen in Bewegung gesetzt. Diese Zeitung musste gelesen werden. Nase auf die Erde und geschnuppert. Oh je, jetzt fange ich auch noch an zu sabbern. Wo mag die holde Dame denn nur sein? Soll ich mal weiter in den Wald laufen ob da vielleicht? Verlockend ist das ja und laut Geruch müsste auch die Größe stimmen. Doch die Entscheidung wurde mir abgenommen, es fing an zu donnern. Regen hatten wir ja heute schon und jetzt auch noch ein Unwetter. Doch der Krach kam so mehr über den Boden. Es war Frauchens Stimme welche da donnerte, „Akbar, Fuß, habe ich dir nicht gesagt du sollst bei Fuß bleiben“. - - - Ach Gott wie peinlich.
Schlimm ist nur für mich, dass Frauchen immer im Recht ist. Wie soll ich ihr auch begreiflich machen, was vor ein paar Sekunden noch in meinem Kopf vorging. Die Zeit war viel zu knapp, da konnte ich Frauchens Interessen nicht gegen meine abwägen. Am Ende bin ich doch sowieso immer der Loser.
Euer Teddy
 
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